Vereinshistorie

Entstehung und Vereinsgeschichte

Wenn wir über die Gründung des Vereins erzählen, müssen wir über unser Gründungsjahr 1993 hinausgehen. Einige unserer Spielleute waren bereits in dem 1987 gegründeten Fanfarencorps “Schloßstadtbläser Grevenbroich“. Nach einem Disput über den weiteren Werdegang des Vereins trennten sich diese Spielleute von den „Schloßstadtbläsern“ und gründeten einen neuen Verein, den Fanfarencorps „St. Martinus“ Bedburdyck 1993 e.V.. Der Rest der „Schloßstadtbläser“ gründete im Jahr 1994 den Grenadierfanfarenzug Kapellen – Erft. Die Gründungsversammlung im März 1993 fand im Lindenhof Bedburdyck statt, diese war auch ein voller Erfolg. Es fanden sich 17 Spielleute ein, die bereit waren hier zu musizieren. Schnell konnten Sponsoren, Gönner, sowie passive Mitglieder für den Verein gewonnen werden. Durch finanzielle Unterstützung des BSV Bedburdyck – Stessen, Theo Lemm und die damalige Fa. S & C Casino GmbH, war der neugegründete Verein in der Lage die benötigten Instrumente zu kaufen. Bei der Frage des Proberaums fand man bei der Gemeinde Jüchen ein offenes Ohr, diese stellte dem Verein die Aula der Grundschule in Stessen für einen Probeabend in der Woche zur Verfügung. Ein Abend reichte jedoch nicht aus um die Musik den Zuhörern präsentieren zu können. Einen zweiten Tag bekamen wir in der Schule nicht, darauf hin stellte die Fa. Franz Geller Holzbearbeitung und Bestattungen kurzerhand Ihre Betriebsstätte als Proberaum zur Verfügung. Auch heute noch freut sich die Nachbarschaft auf diesen wöchentlichen Probeabend in der Werkstatt. Die Nachbarschaft konnte und kann die musikalische Entwicklung des Vereins am Besten feststellen. Zur Marschierprobe nutzte man die Peter – Stahs Straße und die dahinter gelegenen Feldwege. Die Musik schallte bis in die umliegenden Ortschaften so dass mancher Hörer der Meinung war, es wäre bereits Schützenfest. Hierbei war es amüsant zuzusehen wie auch die Kleinsten das Marschieren übten. Es wurde dann auch die erste Uniform angeschafft, diese bestand aus einer schwarzen Hose und einem weißen Hemd. Nachdem wir die ersten Auftritte gespielt hatten, konnten wir uns zwar gebrauchte aber noch gute Uniformen von den Regimentsbläsern aus Reuschenberg kaufen. Der Name und unser Wappen lehnt sich an unsere Kirchengemeinde „St. Martinus“ Bedburdyck an. Aber da wir ein modernes Wappen haben wollten, wurde der „St. Martin“ kurzerhand vom Pferd geholt und selber auch nicht abgebildet, so dass nun nur noch Mantel, Helm, Umhang und Schwert übrig blieben. Die Zahl der aktiven Musiker stieg auf 40 an, fiel auf 18 um dann wieder anzusteigen. Es ist, wie in jedem Verein, ein ständiges auf und ab. Im Jahr 1996 bekamen wir die ersten neuen Uniformen, wobei man sich auf eine weinrote Farbe einigte. Die Kopfbedeckung war der größte Streitpunkt und man einigte sich dann, nach einigem Hin und Her, auf Schirmmützen, die wir heute mit Stolz tragen. Einige Veranstaltung des Vereins fanden guten Anklang. Es wurden 5 musikalische Frühschoppen mit Erfolg veranstaltet, an denen befreundete Musikvereine teilnahmen. Da wir auch die Tradition zu pflegen bereit sind, und das traditionelle =Maibaumsetzen= auszusterben drohte, wurde dies von uns übernommen. Tradition, die auch mit viel Arbeit verbunden ist, so wurde für den Ständer, in dem der Maibaum steht, 9 cbm Beton von Hand gemischt, und der Baum muss jedes Jahr von neuem geschmückt und aufgestellt werden. Im Jahr 2001 entschied der Vorstand einen musikalischen Ausbilder zu holen, um die musikalisch Leistung des Vereins zu verbessern, dies ist uns wohl auch gelungen. Die Feier zum 10 – jährigen Bestehen des Vereins im März 2003 war mehr wie ein voller Erfolg, und mancher wird sich auch später noch gerne hieran erinnern. Im Jahr 2002 entschied der Vorstand neue Fanfarenbanner anfertigen zu lassen. Diese wurden erstmals auf dem Vogelschuß des BSV Bedburdyck – Stessen im April 2003 präsentiert. Zur Zeit besteht der Verein aus 28 aktiven und aus 35 passiven Mitgliedern. Im Jahr 2004 beschloss der Verein neue Uniformen anzuschaffen, dies wurde sich für die Schützenfestsaison 2005 vorgenommen. Die Uniformen sollen am 24. April 2005 vorgestellt werden, beim Vogelschuss des Bürgerschützenverein Bedburdyck – Stessen. Wir freuen uns jetzt schon darauf. Wir danken auch hier unseren Sponsoren und Herrn Theo Lemm, die dies ermöglichten Die Uniformen wurden von allen Zuschauern als hervorragend empfunden und für die Entscheidung solche Uniformen anfertigen zu lassen bekamen wir viel Lob. Im Jahr 2008 richteten wir unser 15 jähriges Bestehen aus. Dies wurde mit einem großen Festzelt auf unserem Schützenplatz in Bedburdyck gefeiert. Hier hatten wir zwei Veranstaltungstage, den Samstag, mit einem tollen Programm und ca. 600 Gästen, sowie den Sonntag, mit reichlich befreundeten Vereinen und dem gesamten Regiment von Bedburdyck – Stessen. Auch dabei waren viele Schützenkönige mit Vorständen der befreundeten und benachbarten Vereinen. An diesem Sonntag waren ca. 1200 Gäste im Festzelt, dies war eine Größenordnung die unsere Dörfer Bedburdyck und Stessen noch nicht erlebt hatten. Hier noch mal vielen Dank an alle Vereine, Sponsoren und Gäste die uns unterstütz haben, dieses Jubiläum zu einem solchen Erfolg werden zu lassen. Aber im Jahr 2008 gab es noch ein weiteres Highlight in unserem Vereinsleben. Das Fanfarencorps flog mit Gästen nach New York um dort an der Steubenparade teilzunehmen. Wir haben Deutschland und die Marschmusik dort hervorragend vertreten, und wir erhielten viel Lob und Anerkennung. Es haben sich auch tolle Amerikanisch – Deutsche Freundschaft dort gebildet, und der Kontakt besteht auch heute noch. Um alle Eindrücke und Erlebnisse hier zu erzählen, wäre die Seite nicht ausreichend, so etwas muss man einfach erlebt haben. Deshalb hat der Verein bereits in New York beschlossen im Jahr 2013 wieder an der Steubenparade teilzunehmen. Da sich im laufe der Jahre so viele Sachen angesammelt haben, und natürlich auch einige Ordner gefüllt haben, beschloss der Verein im Jahr 2009 auf dem Gelände der Fa. Franz Geller ein Vereinsheim mit Büro zu errichten. Dies haben wir nun auch in die Tat umgesetzt und der Verein erfreut sich nun seines neuen Vereinsheimes. Dies soll nun auch noch mit passiven Mitgliedern und Gästen in einer kleinen Feierstunde eingeweiht werden.

Die nächsten Jahre verliefen wie in jedem Verein mit Höhen und Tiefen. Bis zu unserem nächsten großen Fest dauert es etwas. Das Jahr 2013 war dann sehr turbulent. Zum Beginn des Jahres 2013 wurde dann in der Bürgerhalle in Bedburdyck, mit einem Sternmarsch als Fackelzug gestaltet, und einer von den befreundeten und teilnehmenden Vereinen vorgetragenen Serenade zu unseren Ehren begleitet mit einem großen Feuerwerk, unser 20 Jähriges Bestehen gefeiert. Auch hierzu waren alle bekannten Vereine, die umliegenden Schützenvereine und natürlich auch der BSV Bedburdyck – Stessen mit allen Zügen sowie Freunde und Bekannte eingeladen. Die Bürgerhalle platzte aus allen Nähten. So gut war dieser Abend besucht und es wurde bis in die frühen Morgenstunden gefeiert. Auch dieses Fest zeigte uns, wie schön Vereinsleben sein kann. Einen unserer traurigsten Momente erlebten wie aber auch im Jahr 2013, unser aktives Mitglied Peter Klüppel verstarb unerwartet am 30.05.2013 im Alter von 48 Jahren an Krebs. Dies war nun bereits der zweite Sterbefall aus unseren aktiven Reihen, da wir auch unseren Kameraden Hubert Sandkaulen bereits im 1996 verloren haben. Es war bei beiden Kameraden ein schmerzlicher Verlust. Um der Ehefrau und den Kindern von Peter aber einen Neustart zu ermöglichen, wurde das Haus der Fam. Klüppel wie bei „Zu Hause im Glück“ von uns zusammen mit dem Jägerzug „Bebber Jonge“ aus Bedburdyck, in dem Peter auch Jahrzehnte aktiv war, renoviert. Dies geschah als sich die Frau und die Kinder in einer Kur befanden, und somit nichts davon ahnten. Die Überraschung bei der Heimkehr war dann auch perfekt und unter vielen Freudentränen wurde das neu gestaltete Heim bezogen. Aber auch die in 2008 geplante Fahrt nach New York zur zweiten Teilnahme an der  Steubenparade war schon gebucht, und so wurde auch gefahren. Auch diese Fahrt
war ein großes Erlebnis und für manch ein aktives Mitglied ein Abenteuer. Über viele Jahre hinweg macht der Verein jedes Jahr eine Tour mit den Kindern  unter 18 Jahren, sowie eine Weihnachtsfeier unter einem Motto. Bei uns gibt es eben keine „normale“ Weihnachtsfeier. Dies hat auch schon dazu geführt das wir mit einem unserer Mottos in der Zeitung waren, da diese davon gehört hatte. Auch ein Probewochenende zählt zu den festen Bestandteilen der Jahresplanung. Im Jahr 2016 waren wir in Brüggen in der Jugendherberge, einmal ohne zu musizieren,
um die Kameradschaft von Groß und Klein zu pflegen. Für das Jahr 2017 ist eine Fahrt zum Freizeitpark Slaaghaaren in Holland für ein ganzes Wochenende mit Übernachtungen gebucht. Also wir machen nicht nur Musik sondern  wir haben auch Spaß.